Ein alter Bekannter
2009-06-16 von Matthias
Ein alter Bekannter
Am Samstag war es so weit und ich konnte nach langer Zeit mal wieder für eine Nacht ans Wasser.
Es sollte bereits am Montag mit den Vorbereitungen los gehen und so fütterte ich von Montag bis Donnerstag ein Kilo Pellets und Boilies an meinem Zielgewässer. Ich freute mich aufs Wochenende und führ voller Vorfreude ans Wasser. Hier musste jedoch feststellen, dass der Platz bereits besetzt war. Das ganze Jahr waren nur wenige Carphunter am Wasser und ich habe mir nicht vorstellen können, dass es dieses Wochenende anders sein sollte. Nun ja nach einem kurzen Gespräch wünschte ich den beiden ein "Petri Heil" und machte mich auf an ein Gewässer, welches ich das letzte Mal vor zwei Jahren befischte. Ohne vorgefüttert zu haben hatte ich wenig Hoffnung auf Erfolg aber ich war froh endlich mal wieder draußen zu sein. Nachdem ich meine Fallen gestellt hatte, kochte ich mir noch eine Ochsenschwanzsuppe und verabschiedete mich ins Land der Träume. Nach bereits zwei Schnurschwimmern in der Nacht die mit dem bekannten Signalton quittiert wurden, war der Schlaf nicht mehr so tief und die innere Anspannung stieg weiter an. Um 06:00 Uhr war es dann so weit, mit diesem schönen Piepen in den Ohren sprang ich aus dem Schlafsack an die Ruten und nam kontakt zum Fisch auf. Der Fisch zog zum Glück weg vom Holz und flüchtete in Richtung Seemitte. Es dauerte ca. 10 Minuten bevor ich den schönen Spiegler zum ersten mal durch die Wasseroberfläche brechen sah. Zwei Minuten später konnte ich das Tier über den Kescher ziehen und stellte fest das der schöne Spiegler ein alter Bekannter ist. Um 10:00 Uhr konnte ich einen weiteren Anbiss auf die selbst gemachten Murmeln erhalten. Ich nahm dem Fisch gleich einige Meter ab und war froh in ca. 10 Meter vom Holz weg zu haben, als der Fisch eine 180 Grad Wende hin legte und machte Dampf in Richtung der Bäume. Es war absolut kein halten, die Bremse war fast zu und die geflochtene Schnur war bis aufs letzte an der krummen Rute gespannt. Nach 5 Sekunden war das Schauspiel vorbei, der Fisch hat den Weg ins Hindernis geschafft und ich habe den Kampf verloren aber es war ein Hammer Gefühl und ich werde nicht erst wieder in zwei Jahren an dem Gewässer sitzen.
Bis dann Matze